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Das BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) hat ein neues Programm iniziiert und vergibt jetzt zinslose Darlehn an Städte und Gemeinde für Investitionen in den Neu- und Umbau sowie für den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften zur ausschließlichen Nutzung durch Frauen und Kinder. Außerdem unterstützt das BMFSFJ die Kommunen bei der Finanzierung „entsprechender baulicher Schutzmaßnahmen“ in Unterkünften mit „gemischter Belegung“. Insgesamt stehen bis zu 200 Millionen EUR zur Verfügung. Das BMFSFJ ist bereit, so viel Geld in den Aufbau neuer Heime zu stecken und alte Heime zu renovieren. Mit dem Geld könnten auch bezahlbare Wohnungen für alle gebaut werden. Beim Lesen des folgenden Artikels wird deutlich, dass es wieder vor allem um Isolation und Kontrolle geht, nicht um Schutz.
Den Artikel findet ihr hier Continue reading Schutz oder Isolation?
Am 20.3.2016 fand in Berlin der Carnival Al-lajiin (Refugee Carnival) statt. Wir waren natürlich mit dabei! Und unsere Botschaft ist klar: Keine Lager für Frauen – alle Lager abschaffen!

“Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen!” ist seit 2011 das zentrale Thema der Kampagne von Women in Exile. Leider ist diese Forderung aktueller denn je. Angesichts der Tendenz, die Unterbringung in den Lagern als vermeintlich alternativlos hinzunehmen fragen wir:
Kämpfen wir für ein würdiges Leben für alle Flüchtlinge oder versuchen wir, uns in den menschenverachtenden Strukturen zu Recht zu finden?
Wir sagen: Es ist unmöglich, unbeschadet von Schikane und Gewalt, den Angriffen des Asylsystems, der Zwangsunterbringung, durch die Zeit in den Lagern zu kommen… Continue reading Ein menschenwürdiges Leben für Flüchtlinge ist nur ohne Zwangsunterbringung möglich
Einige von uns haben einen Workshop gegeben. Wir haben mit einer Vorstellungsrunde angefangen. Wir haben über Women in Exile und unsere politischen Aktionen gesprochen und unserer Power Point Präsentation gezeigt. Dann haben wir drei kleine Arbeitsgruppen geformt und die folgenden Fragen gestellt:
Wie viele Flüchtlingsfrauen kennst Du?
Wie viele Flüchtlings-Aktivistinnen kennst Du?
Warum? Continue reading Bericht von unserem Workshop am 12.03. in Leipzig
Wir sind am internationalen Frauen*Tag auf Tour gegangen.
Gemeinsam mit 20 Frauen haben wir mit vier Bussen drei Flüchtlingslager in Brandenburg besucht, um dort den Frauen Rosen und Flyer zu überreichen und sie einzuladen mit uns gemeinsam auf Tour zu gehen. Zum Auftakt organisierte die Asylberatung Henningsdorf dort ein Treffen und wir frühstückten alle gemeinsam mit einigen Freundinnen von Refugee Emancipation im Nachbarschaftstreff Stolpe- Süd. Zum 8. März machen wir gemeinsam deutlich:
„Gemeinsam fordern wir von den Verantwortlichen in Stadt und Land und in den städtischen Wohnungsbaugesellschaften die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und den (Wieder)einstieg in den Bau von Sozialwohnungen. Auch in Hennigsdorf fehlt es an preiswerten Wohnungen. Von der mangelhaften Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum sind wir alle betroffen.“
Ganze Pressemitteilung hier
Zutritt zum Henningsdorfer Flüchtlingsheim bekamen wir erst nach längerem Diskutieren mit dem Wachpersonal, das Team vom WDR, das uns an diesem Tag begleitet hat, wurde nicht hereingelassen. Wir fragen uns das immer wieder: „Welche Hausverwaltung erwartet von den Bewohner_innen, dass sie Besuch ankündigen, wenn sie ihre Freund_in zum Kaffee einladen?“
Doch wir lassen uns nicht aufhalten: Bei strahlendem Sonnenschein und guter Laune über die Solidarität untereinander fuhren wir Richtung Potsdam:
Lerchensteig: Containerunterkünfte…
Continue reading Women in Exile on Tour: Rosen und Informationen zum 8. März 16
In den Medien wird derzeit wieder über Köln berichtet, erneut geht es um sexualisierte Gewalt.
In diesem Fall wurden Flüchtlingsfrauen belästigt. Nun wird, nicht nur in den Medien, angezweifelt, ob die Vorwürfe der Frauen überhaupt berechtigt sind.
Bewohnerinnen eines Flüchtlingslagers in Köln haben in einem offenen Brief permanente sexualisierte Belästigungen und Gewalt durch das Sicherheitspersonal offen gemacht. Nur wenige Frauen haben bisher Anzeige gestellt, dies wird als Hinweis auf die fehlende Glaubhaftigkeit gedeutet. Ausgeblendet wird hierbei das Vorgehen der Polizei: Nach Bekanntwerden der Vorwürfe führte sie mit einem großen Polizeiaufgebot, mit männlichen Beamten, Befragungen im Flüchtlingslager durch. Allein die massive Polizeipräsenz und der Druck, sofort aussagen zu sollen, hat ein Klima der Angst erzeugt. Den Frauen wurde das Gefühl gegeben, selbst auf der Anklagebank zu sitzen. Ein Vorgehen, das die bereits traumatisierten Flüchtlingsfrauen re-traumatisieren, verängstigen und zum Schweigen bringen kann. In Deutschland wurde schon vor vielen Jahren damit begonnen Polizist_innen auszubilden, um Frauen zu befragen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Gilt das nur für deutsche Frauen?
Women in Exile ist eine Initiative von Flüchtlingsfrauen in Brandenburg. Wir zeigen seit dreizehn Jahren Missstände in den Flüchtlingslagern auf. In den Unterkünften fehlt jede Privatsphäre, selbst Waschräume und Toiletten sind nicht immer abschließbar. Sexualisierte Gewalt gehört zum Alltag der Bewohnerinnen, sie geht auch von den Mitarbeitern der Einrichtungen aus. Einige Fälle sind in den letzten Monaten öffentlich geworden, wie zum Beispiel die Vorwürfe gegen DRK Mitarbeiter in Eisenhüttenstadt.
Dies sind keine Einzelfälle in Deutschland sondern für Organisationen wie Women in Exile alltägliche Informationen. Hier ein Ausschnitt dazu aus der Dokumentation von Women in Exile vom Sommer 2015:
“Wir sind alle täglich betroffen von sexueller Belästigung im Lager. Es gibt keine Frauen, die nicht eine Geschichte von aufdringlichen Blicken, widerlichen Kommentaren, unerwünschtem Anfassen oder gar versuchter oder tatsächlicher Vergewaltigung erzählen könnten. “Sie berichten von sexueller Belästigung, vor allem nachts klopfen Männer um drei Uhr nachts an ihre Zimmertür, und wenn sie die Security informieren, ist es dieselbe alte Geschichte, die wir aus anderen Lagern kennen: “wir können da nichts machen, aber kommt wieder, wenn es noch mal passiert.” Die Frauen haben den Eindruck, dass nur was unternommen wird, wenn die Katastrophe schon passiert ist.”
Continue reading offener Brief von Women in Exile
The incidents that took place on new year`s eve in Köln are unacceptable to all women*, or better said to all human beings on this earth, regardless of their colour, their religion or origin. What happened in Köln should not be dealt or talked about as if this would be the only case that has happened in this so-called civilized society. Violence against women* appears in many different kinds, and of all over the world men are practicing it on a daily basis, and also German men are perpetrators. In the same time only the fewest sexual assaults or attacks and the fewest rapes that are happening in this society are avenged, and much less prosecuted. To deport refugees in order to „protect“ women* is as absurd and insincere as fighting wars in the name of womens*rights. What this actually means for the population one can see from what is happening in Afghanistan right now: even more dead people and deconstruction.
Since a long time we are trying to bring the topic of sexual and physical violence and harrasment against refugee women* in the Lagers to public attention. Since more than ten years we have been fighting for our demands that refugee women* and children should be accommodated in private flats and that all lagers should be abolished. We have enough reasons for our demands, such as for example the lack of privacy, sexual violence and harassment. Refugee women* have to face sexual harassment and racism on an everyday basis, inside as well as outside of the Lagers. Not only men, who happen to be refugees as well, are perpetrators, but also German men are – inside as well as outside of the Lagers. So far our actions and demands concerning the issues of sexual violence and harassment against refugee women* have not been given much public attention. But all of a sudden we are listening to a lot of people talking about the incidents that happened in Köln – no matter if we are watching the news or listening discussions and arguments inside of public transports. Refugee women* are „women*“ who are living in this society and their predicament-like situation should be taken into account when we are talking about these topics! The violence against refugee women* needs to be contextualized instead of being used as a justification for discrimination and racism in our society. At this point there shouldn‘t be a separation made between Refugee women* and German women*!
We have never claimed, that this is a so-called „cultural “problem or that of „a particular group of people“. In fact sexual violence against women* does not care about (does not know/ does not exclude?) any nationality, religion or class. The way this incidence is being populace one does not need eye glasses to see that what happened in Köln is being functionalized, that is an excuse for criminalization of refugees and for legitimation of deportations. In fact this debate is not about women*. Continue reading Stop justifying the tightening of your racists asylum-laws and deportations in the name of womens*rights! Ensemble contre le racisme, la discrimination et le sexisme!

Die Ereignisse der Silvesternacht in Köln sind für keine Frau*, besser gesagt für keinen Menschen akzeptabel, völlig egal welcher Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Was in Köln passiert ist, sollte nicht so dargestellt werden als wäre es der einzige Fall in dieser sogenannten zivilisierten Gesellschaft. Gewalt gegen Frauen hat sehr unterschiedliche Formen und wird von Männern weltweit Tag täglich ausgeübt, auch deutsche Männer sind Täter. Und nur die wenigsten Sexuellen Übergriffe und die wenigsten Vergewaltigungen werden in dieser Gesellschaft geahndet, geschweige denn strafrechtlich verfolgt. Flüchtlinge abzuschieben, um “Frauen zu schützen” ist genauso absurd und verlogen wie Angriffskriege im Namen der Frauenrechte zu führen. Was dies für die Bevölkerung bedeutet, sieht man in Afghanistan: noch mehr Tote und Zerstörung.
Continue reading Hört auf, Eure rassistischen Gesetzesverschärfungen und Abschiebungen im Namen von Frauenrechten zu legitimieren!
Wir von WIE denken schon lange, dass es auch für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder wichtig ist zum Jahresende gemeinsam zu feiern, den Kindern Geschenke zu überreichen, zusammen zu essen und mit Freund_innen fröhliche Momente zu erleben. Das ist auf der einen Seite wichtig, weil es uns an Traditionen aus guten Zeiten in unseren Heimatländern erinnert, andererseits ist es auch ein Schritt sich der neuen Kultur hier zu nähern, dem, wie und mit wem wir Feste und Ferien feiern.
Außerdem verschafft so ein Fest den Frauen aus den verschiedenen Heimen die Möglichkeit sich zu treffen, Gedanken und Erfahrungen auszutauschen und auf dem Laufenden zu bleiben bezüglich der Arbeit von WIE. Für uns ist es auch eine Gelegenheit neue Flüchtlingsfrauen und Freund_innen kennen zu lernen, die sich für unsere Arbeit interessieren.
Continue reading Eine gelungene Jahresendfeier!
Frauen in brandenburgischen Flüchtlingslagern
Eine Dokumentation von Women in Exile and Friends
Im Sommer 2015 haben wir wieder verschiedene Lager in Brandenburg besucht. Wir tauschten Erfahrungen aus und erfuhren von den dringlichsten Problemen, mit denen die Frauen in den Lagern konfrontiert sind. Wir dokumentieren hier, was sie jeden Tag durchmachen, z.B. die Angst vor Abschiebung, fehlende Privatsphäre, mit vielen Menschen geteilte Küchen und Badezimmer und am schwerwiegendsten körperliche und sexuelle Belästigung. Nicht nur mit dem Trauma der Flucht müssen sie leben, sie durchleben auch ein Trauma mitten in Deutschland.
Sie erzählten uns von ihren Erfahrungen in Deutschland: Von alltäglichen rassistischen Bemerkungen auf der Straße und bei Behörden und von der Angst vor Übergriffen. Die Situationen der Frauen sind unterschiedlich, und viele Dinge ändern sich. In jedem Lager finden wir unterschiedliche Geschichten, und dennoch kommen wir immer wieder zum selben Punkt zurück: Keine Lager für Frauen und Kinder – alle Lager abschaffen! Was kann man von einer Gesellschaft erwarten, in der die Politiker_innen nur über „Flüchtlingsproblematik“ reden statt über Rassismus und die Angriffe von Nazis und Pegida? In der nicht erst 2015 sondern die letzten 20 Jahre lang versäumt wurde, gute und langfristige Unterbringungskonzepte zu entwickeln? Überall gibt es diesen Herbst neue Zeltstädte und Containerunterkünfte. Diese haben wir genau so besucht, wie die alten Militärbaracken und kleinere, frisch renovierte Heime. Die Texte in dieser Broschüre sind aus den Gesprächen mit den Frauen in den Lagern und den Berichten der Aktivistinnen vonWomen in Exile & Friends entstanden.
Women in Exile and Friends
Oktober 2015
zum Download hier:
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