Wenn du an unserer Arbeit interessiert bist oder uns unterstützen willst, melde dich doch einfach!
Email: info(at)women-in-exile(dot)net
Geldspenden: Spenden-Konto: Women in Exile e.V. IBAN: DE21430609671152135400 BIC: GENODEM1GLS (GLS Bank) Spendenquittung für Einmalspenden bis 200 € zum selbst ausdrucken hier. Für das Ausstellen von Spendenquittungen benötigen wir Deine/Ihre Anschrift.
With invitation of Trixiewitz e.V. We hold two workshops for refugee women in Heims in Pankow this November. As usually we started with the concrete problems of the women and developed stategies together on how to deal with these problems.
The current changes in asylum law cause a lot of insecurity among the people in the camps. What are actually my rights? Who can be deported who can’t? We were able to answer some concrete questions converning the asylum procedure. But still many women don’t know what’s coming next. People in asylum procedure have the right to get information about their situation! Not only in Brandenburg, also in Berlin many people don’t have access to good information and counseling.
Auf Einladung von Trixiewitz e.V. habe wir im November wieder zwei Workshops für Frauen in Heimen in Pankow gegeben. Wie in unseren Workshops üblich gingen wir dabei von den konkreten Problemen der Frauen aus und entwickelten gemeinsam Lösungsstrategien.
Die aktuellen Gesetzesänderungen führen zu großer Verunsicherung unter den Menschen im Heim. Was sind eigentlich meine Rechte? Wer kann abgeschoben werden, wer nicht? Wir konnten einige konkrete Fragen zum Asylverfahren beantworten. Dennoch wissen viele nicht, wie es für sie weitergeht. Menschen im Asylverfahren haben das Recht auf Information! Zugang zu guten Beratungsstellen gibt nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin längst nicht für alle.
Gemeinsame Presseerklärung von Women in Exile und Flüchtlingsrat Brandenburg, Potsdam, den 25.11.2015
Women in Exile und Flüchtlingsrat fordern zum Internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen: Schutz für geflüchtete Frauen – vor allen Formen von Gewalt!
Flüchtlingsfrauen sind akut bedroht: „Wir sind alle betroffen von sexueller Belästigung
im Lager, es gibt keine Frau, die nicht eine Geschichte von aufdringlichen Blicken,
widerlichen Kommentaren, unerwünschtem Anfassen oder versuchter oder
tatsächlicher Vergewaltigung erzählen könnte,“ berichtete eine geflüchtete Frau der
Organisation Women in Exile während einer Bustour durch Flüchtlingslager. Das
Ergebnis der Besuche ist alarmierend. Geflüchtete Frauen und LGBTI Personen werden
aufgrund ihres Geschlechts oder sexuellen Identität mehrfach diskriminiert und
verletzt: durch rassistische Übergriffe und Asylgesetze, durch traumatische
Erfahrungen auf der Flucht, die in den Massenunterkünften ihre Fortsetzung finden,
durch körperliche und sexuelle Belästigungen, fehlende Privatsphäre und Angst vor
Abschiebung.
Wie kann eine gemeinsame Vernetzung aussehen? Zu welchem Thema könnten wir gemeinsam bundesweit arbeiten die nächsten Monate? Das waren die Fragen, die wir aus der Sommerkonferenz mitnahmen.
„Hallo meine Name ist Rosa, ich komme aus Tschetschenien und lebe in Nürnberg und arbeite mit Women in Exile seit 1,5 Jahren und ich war letzten Sommer 6 Wochen mit dem Schiff dabei und ich komme zu den Konferenzen nach Berlin. Aus Nürnberg sind viele Flüchtlingsfrauen, mit mir nach Berlin gekommen. Ich würde auch gerne in Nürnberg mal eine Konferenz machen um über die neuen Gesetze zu sprechen.“
Eine wichtige Idee: Vernetzung, Gründung neuer lokaler Gruppen in anderen Städten und natürlich mehr Informationsaustausch für alle! Gefühlt war die Abschlussrunde eher ein Anfang als ein Ende. Es geht weiter!
Deshalb: Wir sollte bald eine zweite Konferenz organisiert werden, und so setzten wir uns noch im Sommer an die Vorbereitung. Zeitgleich überschlugen sich die Ereignisse in Europa: weiter hunderte von toten Flüchtlingen im Mittelmeer, aber auch zigtausende von Flüchtlingen, die jetzt den Landweg über Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn einschlugen. Kurzfristig öffnete Deutschland die Grenzen. Insgesamt kamen im August 100.000 neue Flüchtlinge nach Deutschland.
Und es gibt es so viel rassistische Anschläge wie seid Jahren nicht, Heime brennen. Gleichzeitig gründen unzählige Menschen überall in Deutschland Willkommensinitiativen und wollen den Flüchtlingen helfen. Letzte Meldung der täglich wechselnden Nachrichten: Schengen wurde gerade außer Kraft gesetzt und die Flüchtlinge blieben an der Österreichisch Deutschen Grenzen stecken. Mitten in dieser Situation starteten wir von Freitag, den 11.09. bis Sonntag, den 13.09. unser zweite Konferenz. Continue reading Floßfahrt, Festival und Konferenz! Wir fordern: Macht die Grenzen auf! Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!
Die strengen Asylgesetze wurden noch weiter verschärft, ungeachtet der Vielen, die täglich beim Versuch nach Europa zu kommen im Mittelmeer sterben. Diejenigen, die das Glück hatten es nach Deutschland zu schaffen, werden isoliert, ausgeschlossen und abgeschoben!
Seit Juni 2015 besuchen wir verschiedene Lager in Brandenburg. Wir tauschen Erfahrungen aus und erfahren von den dringlichsten Problemen, mit denen die Frauen in den Lagern konfrontiert sind. Wir dokumentieren, was sie jeden Tag durchmachen, z.B. die Angst vor Abschiebung, fehlende Privatsphäre, mit vielen Menschen geteilte Küchen und Badezimmer und -am schwerwiegensten- körperliche und sexuelle Belästigung. Nicht nur mit dem Trauma der Flucht müssen sie leben, sie durchleben auch ein Trauma mitten in Deutschland.
Sie sprechen darüber, wie Sprachbarrieren die Kommunikation untereinander sowie mit Autoritäten behindern, und wie der Alltag von täglichen Konflikten durch die beengenden Bedingungen bestimmt wird. Frauen erzählen, wie sie vor männlichen Dolmetschern nicht ihre Krankengeschichten erzählen möchten und sie keine Wahl haben. Continue reading Abschluss Bustour! Minifestival und Bootsfahrt am 12.09.2015!
Im Sommer 2015 wurde in Deutschland das Asylrecht abermals verschärft. Was droht den Betroffenen jetzt konkret und wie kann gegen die staatliche Bedrohung vorgegangen werden? Das Video gibt Antworten! Enough is enough!
In the summer of 2015 asylum laws in Germany were tightened up once again. What does this mean for the people affected and how can this threat be opposed? The video gives answers! Enough is enough!
Ein Video mit Women in Exile und anderen Aktivist_innen:
Unsere Bustour geht weiter! Wir sind viel gereist, haben inzwischen 9 alte und neue Heime besucht, haben mit Frauen gesprochen und haben viel gesehen. Hier ein Bericht von
Hohenleipisch am 22. Juli 2015
Am 22. Juli 2015 besuchten wir mit unserer Women in Exile Bustour ein Heim in Hohenleipisch. Hohenleipisch liegt etwas 7 km vom Bahnhof Elsterwerda entfernt. Eine direkte Zugverbindung gibt es zur Zeit nicht. Das Heim liegt im Wald. Ein sehr schöner Ferienort mit nahgelegenen Thermen. Ruhig, isoliert und weit entfernt von kulturellen Angeboten, Kontaktmöglichkeiten, sozialem Leben außerhalb des Heims.
Die Heimleitung wusste bereits von unserem Besuch und kam sofort in das Zimmer, in dem wir von einigen Bewohner_innen empfangen wurden. Seit einer Woche war eine weitere Frau zu Besuch: Besucher_innen müssen eigentlich 5€ pro Nacht zahlen, doch wenn man sich gut mit dem Heimleiter, genannt der “Chef”, versteht, wird über die Zahlung hinweggesehen.
Im Eingangsbereich ist der Hinweis ausgehangen, dass Besucher_innen bis 22h bleiben dürfen.
“geht doch dahin wo der Pfeffer wächst, wenn ihr mir nicht helfen wollt“ war die Äußerung des Heimleiters auf die Nachfrage, ob er bitte deutsch statt französisch sprechen könne, damit ihn alle verstehen und ob wir bitte mit unseren Gastgeberinnen alleine sprechen könnten. Auch wenn er sich anfangs kooperativ zeigte endete die Unterhaltung leider mit dieser rassistischen Bemerkung. Continue reading Die Bustour 2015 geht weiter! Ein Zwischenbericht:
Die Medien schreiben ständig über die Wirtschaftsprobleme hier und dort.
Die griechische Wirtschaft bricht zusammen, weil Griechenland die Zinsen für die Schulden nicht mehr bezahlen kann. Kriegsschiffe sollen die Schmuggler stoppen, die Flüchtlingen helfen nach Europa zu kommen. Beide Aspekte haben direkte Auswirkungen auf die Flüchtlinge. Die Stellungnahme von Pro Asyl zeigt ihre aktuelle Lage in Griechenland.
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl beklagt in der aktuellen Situation verheerende Zustände für Flüchtlinge Griechenland. „Es gibt hungernde Flüchtlinge. Die Menschen leben zum Teil von trockenem Brot und Wasser. Mütter können ihre Babys nicht mehr stillen“, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt am Mittwoch in einem Telefonat mit der Deutschen Presse-Agentur von der griechischen Insel Kos. Die Flüchtlinge sollten die Erlaubnis bekommen, in andere EU-Staaten weiterzuziehen.
Gleichzeitig versuchen täglich mehr Flüchtlinge nach Griechenland zu kommen, weil die Schmuggler andere Wege nehmen, um den Kriegsschiffen auszuweichen. Als wäre dieses Elend nicht schon genug, werden in Deutschland schärfere Gesetze gegen Asylsuchende erlassen, wohin man nur gelangt, wenn man vom Himmel fällt, denn alle anderen Eingänge sind über die Dublin-Abkommen geschlossen worden.
Der Bundestag hat am 2. Juli das neue Asylgesetz beschlossen. Die damit auch beschlossene Ausweitung der Abschiebehaft wird unter anderem eine Verhaftungswelle von Flüchtlingen zur Folge haben.
Unser Workshop für Flüchtlingsfrauen in Pankow war ein Erfolg. Eingeladen hatte Trixiewiz e.V. eine lokale Oragnisation, die für Flüchtlinge arbeitet. Frauen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea besuchten den Workshop.
Zuerst beschrieben die Frauen ihre Erfahrungen und die Probleme, mit denen sie konfrontiert sind:
Unmöglichkeit, Wohnungen in der Nachbarschaft zum Heim zu finden, Schwierigkeit, Kindergartenplätze oder Schulen für ihre Kinder zu finden, keine Deutschkurse besuchen zu können, weil keine Kinderbetreuung angeboten wird, Familientrennung, Rassismus, Diskriminierung, das Gefühl, von einer offiziellen Stelle/Amt an die nächste verwiesen zu werden.
Wir haben versucht, zusammen Lösungen für diese Probleme zu finden, indem wir aus einer Frauenperspektive Tipps zu den eigenen Rechten als Flüchtlinge und Asylsuchende gegeben haben. Wir haben herausgestellt, welche Behörde jeweils für was verantwortlich ist für ihre jeweiligen Probleme und Erfahrungen. Die Frauen hatten kreative Lösungsideen und insgesamt war es eine sehr empowernde Erfahrung.
Seit letztem Jahr haben wir alles versucht, die Verschärfung der Asylgesetze zu verhindern.
Wir haben zusammen mit vielen anderen, Flüchtlingen und Nicht-Flüchtlingen, Demos gemacht, Kundgebungen, viele Papiere.
Wir haben davon berichtet. Eigentlich sollte das Gesetz schon im Juni verabschiedet werden, dann wurde die Lesung in letzter Minute verschoben. Offensichtlich waren Widersprüche aufgetaucht. Aber jetzt soll morgen, am 2.7., im Bundestag die 2. Und 3. Lesung des Asylbewerberleistungsgesetzes stattfinden, die Bestätigung durch den Bundesrat wird nur noch als formaler Akt angesehen. Im Augenblick gibt es eine Demo und eine 24-Stunden-Kundgebung vor der SPD-Zentrale im Willy Brandt Haus und hoffentlich viele andere Aktionen in ganz Deutschland gegen dieses Gesetz.
Gestern erreichte uns eine Meldung, die noch einmal einen Moment Hoffnung darauf aufkommen lässt, dass das Gesetz nicht durchkommen könnte. Die hannoveranische Bundestagsabgeordnete der SPD und Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn lehnt den Gesetzesentwurfs zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthalts-beendigung ab und ruft die anderen Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion dazu auf, es ihr gleich zu tun. Dies lässt sich einer Meldung von „Pro Asyl“ entnehmen: „Auch in der SPD regt sich Protest gegen das geplante Gesetz. Die ehemalige Entwicklungshilfeministerin und Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn (SPD) hat heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie das Gesetz ablehnen wird – ebenso wie der SPD-Landesverband Berlin“. Wir freuen uns über diese Entscheidung von Frau Bulmahn und hoffen, dass ihr morgen viele andere Bundstagsabgeordnete folgen mögen.
Women in Exile e.V. is looking for sustaining members!
Through many small but regular donations we can ensure the continuity of our work! There is a lot to do!
A monthly money transfer order is the best way to support us. Please inform us by sending a short email to info@oldsite-wie.no-borders.studio, including your address for donation receipts. We are also happy to send you the print version of our newsletter!