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Strukturelle Gewalt und Gewalt gegen geflüchtete Frauen durch Polizeibeamte*innen
Über 40% der Asylbewerber*innen in Deutschland sind laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weiblich. Geflüchtete Frauen erfahren geschlechtsspezifische Gewalt nicht nur auf der Flucht, sondern auch in Deutschland. Bei Abschiebungen geht körperliche Gewalt nicht selten von Polizeibeamt*innen aus. Sie ist aber auch struktureller Natur, bedingt durch die Unterbringung in Massenunterkünften.
In unserem letzten monatlichen Treffen von Women in Exile & Friends haben wir die Geschichte einer jungen Frau, die ihre Abschiebung nach Italien verhindert hat, weil sie sich ihrer Rechte bewusst war, hören können .
Natalie (nicht ihr realer Name):
“Mein Name ist Natalie, ich lebe mit meinem 3 Monate alten Baby im Lager in Henningsdorf. Ich möchte meine Geschichte, was Anfang diesen Jahres, genau genommen im Februar 2018, mit mir passiert ist, mit euch teilen.
Im Februar 2018 hörte ich um 3 Uhr morgens jemanden an meine Zimmer-Tür im Lager klopfen und wie versucht wurde sie von außen zu öffnen. Ich wachte auf, ging zur Tür und fragte wer dort sei. Die Schlüsselgeräusche erklungen und ich hörte eine Stimme, die sagte: “Hier ist die Polizei. Machen Sie die Tür auf.”
CTXT invited us to their first Feminist Conference, which took place in Zaragoza (Spain) on 8th and 9th November.
We took part on the panel „The excluded ones“, for which we wrote the following text, now translated to spanish and published in CTXT magazine.
The politicians are changing the laws governing refugees at every possibility and make it more difficult for refugees and migrants to enter Europe. In every political discussion or voting, refugees and migrants take the main role. Most European politicians and leaders are blaming refugees for all the problems. Refugees are not the problems; it is there policies of exclusion, isolation and deportation.
Gemeinsam mit Corasol, Seebrücke und anderen Initiativen und Individuen haben wir am 15. Oktober 2018 vor dem Brandenburger Tor an die Menschen erinnert, die an den Grenzen Europas ums Leben gekommen sind. Die Initiative Corasol ruft jährlich zu dieser Gedenkkundgebung am Pariser Platz auf und wir sind froh, dass es diesen Raum gibt, an dem Blumen abgelegt und Kerzen angezündet werden können, um so unsere Trauer sichtbarer zu machen. Wir haben mit einer Schweigeminute begonnen, um all den Toten zu gedenken. Von vielen wissen wir die Namen, die auf einer lange Liste auslagen, jedoch viele sterben unbekannt im Meer, in der Wüste oder werden namenlos in Massengräbern an den Küsten begraben.
Neben traurig sind wir auch wütend über die deutsche und europäischen Politiken, deren Kolonialismus zu den Bedingungen geführt hat, die uns zur Flucht zwingen und die uns nun an der Flucht hindern wollen und damit so viele Menschenleben zu verantworten haben. Dies haben wir in unserer Rede deutlich gemacht:
COMMEMORATION OF ALL THE DEATH AT THE EUROPEAN BORDERS
Habt ihr Euch jemals vorgestellt, was passiert wenn sich zivilgesellschaftliche Institutionen, Aktivist_innen, linke Parteien, Flüchtlingsgruppen, Solidatity City Bewegungen und viele mehr für ein gemeinsames Ziel zusammen schließen?
Die Unteilbar Demo mit über zweihundert Tausend Menschen, die im Zentrum Berlins friedlich und in Solidarität mit Flüchtlingen, gegen Rassismus, Kapitalismus, Unterdrückung, Grenzen und rassistische Politiken, die zu Abschiebungen, Racial Profiling und Spaltung von Flüchtlingen führen, zeigte uns dies.
Wir Flüchtlingsfrauen haben uns dem angeschlossen. Mit unserem Thema WOMEN BREAKING BORDERS haben wir gemeinsam mit tausend anderen Menschen die Anker-Zentren, diese Abschiebelager, die von Innenminister Seehofer eingeführt wurden und die Hand in Hand mit den AfD Politiken der Ausgrenzung von Flüchtlingen aus dieser Gesellschaft gehen, verurteilt.
Dieses Lagersystem ist wie immer ein Profit-Business, das koloniale Methoden nutzt um Menschen einzuschüchtern und von dem das kapitalistische System profitiert.
Die Women* breaking borders Bus Tour hat viele der Erwartungen übersteigert, welche sich auch in der Presse wieder finden. Hier ist eine Zusammenstellung von Medienberichten, die während der Bus Tour veröffentlicht wurden.
Vom 23. Juli bis zum 5. August reiste Women in Exile and Friends auf ihrer Sommer-Bustour durch Süddeutschland und die Schweiz, um sich mit anderen Initiativen und Gruppen vernetzen, die gegen Rassismus und diskriminierende Asylgesetze und Regulierungen kämpfen.
Der Fokus unserer Tour:
Fluchtgründe, die gefährlichen Fluchtrouten, die Geflüchtete auf ihrem Weg nach Europa auf sich nehmen, Kriminalisierung von Geflüchtete, Abschiebungen, die mit dem Tot enden und Polizeigewalt.
„AnkER“-Zentren und der Innenminister Horst Seehofer, der Kopf hinter diesen „AnkER“-Zentren, die auf Rassismus und Diskriminierung aufbauen
die unmenschlichen Bedingungen und die Traumatisierungen, mit denen Geflüchtete in diesen großen Lagern leben
Testimony:
Wir sprachen mit einer jungen Frau, die in dem neuen „AnkER“-Zentrum in Bamberg lebt. Sie erzählte uns, wie sie die gefährliche Flucht überlebte und nach ihrere Ankunft in Deutschland zunächst in einem der sogenannten Ankunftszentren lebte – die sich in ihren Bedingungen nicht von denen der „AnkER“-Zentren unterscheiden – und dann in das „AnkER“-Zentrum in Bamberg verlegt wurde. Hier ist eine kurze Zusammenfassung ihrer Geschichte:
„Ich kam durch die Wüste nach Libyen, wo ich dann für drei Monate in einem der Lager eingesperrt wurde. Ich schaffte es dann auf ein Boot und hatte Glück und überlegte die Überfahrt über das Mittelmeer. Aber einige der Menschen auf dem Boot ertranken. Ich wachte an einem italienischen Strand auf und neben mir lagen einige leblose Körper.
In Deutschland wurde ich zwei Mal in unterschiedliche Camps transferiert. Jetzt lebe ich mit meinem Kind hier in Bamberg. Wie ihr sehen könnt, ist er krank, denn weder schläft er, noch isst er. Ich war mit ihm beim Arzt, der einmal wöchentlich ins Camp kommt. Dieser sagte, dass mit meinem Kind alles in Ordnung sei. Aber schaut ihn an, wie dünn er ist. So soll ein Kind aussehen, dass gesund ist? Ich bin so verzweifelt. Ich lebe in einer ständigen Angstsituation, nicht nur meiner Situation wegen, sondern vor allem wegen der meines Kindes. Ich habe ein Trauma, aber niemand interessiert sich für mich oder mein Kind, niemand kümmert sich.“
Um diese Situation nachzuweisen, haben wir die Frau gefragt, ob wir ein Foto von ihrem Kind machen dürfen, um es dann auf unserem Blog zu veröffentlichen. Sie hat uns erlaubt, das Foto wann und wo immer wir wollen zu veröffentlichen. Sie hofft, dass dadurch jemand ihr Kind sehen und retten wird.
Vom 23. Juli bis zum 05. August reisten die geflüchteten Frauen* der Initiative Women in Exile & Friends auf einer bundesweiten Aktionstour durch Süddeutschland, um sich mit anderen Initiativen zu vernetzen sowie gegen Rassismus und diskriminierende Asylgesetze zu kämpfen. Abschiebelager, AnkER-Zentren, Abschiebungen und die Kriminalisierung von Geflüchteten führten die Frauen* diesen Sommer schwerpunktmäßig in das „Heimat“-Land von Innenminister Horst Seehofer. Nach Ende der Tour veranstaltet Women in Exile zusammen mit den NGOs Sea-Watch e.V. und Jugend Rettet e.V eine Pressekonferenz in Form eines Tribunals. Gemeinsam wollen sie aufzeigen, was Menschen während ihrer Flucht und nach ihrer Ankunft in Deutschland erleben. Einen Schwerpunkt setzen die NGOs auf die Erfahrungen und Erlebnisse der geflüchteten Frauen* und schildern so die direkten Konsequenzen der deutschen Politik und prangern deren rassistische Grundsätze an. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung liegen. Das gemeinsames Ziel des Tribunals lautet: Breaking the Borders
Wir laden Sie ganz herzlich ein: Presse-Tribunal mit Women in Exile e.V., Jugend Rettet e.V und Sea-Watch e.V. zum Ende der bundesweiten Aktionstour von Women in Exile & Friends
Wann: Montag, den 13. August 2018, um 10:00 Uhr (bis ca. 11:00 Uhr) Wo: aquarium (Südblock), Skalitzer Straße 6 10999 Berlin
Am 3.8. haben sich einige von uns zusammen gefunden um die Grenze zur Schweiz zu durchbrechen und sich mit der Gruppe von den Climate Games zu treffen.
Diese Gruppe von Frauen bestand aus welchen, die dazu bereit waren den Grenzübertritt ohne Papiere zu riskieren und anderen, die die Grenze legal übertreten durften.
Die Grenze illegal zu überqueren und unsere Bewegung mit der Klima-Bewegung zu verbinden, da wir klimatische Veränderungen als einen Fluchtgrund sehen, war eine der Anfangsideen der „Women Breaking Borders“ Bustour.
Wir sind gegen 15 Uhr in Paptal, Basel angekommen, als die Organisator_innen gerade ihr Camp am aufbauen waren, aber sie unterbrachen es, um ein Treffen mit uns zu machen. Beide Seiten bedauerten die Misskommunikation zu den Zeiten. Trotz ihrem vollen Programm, haben sie uns sehr herzlich willkommen geheißen, was uns sehr aufgemuntert hat. Wir hatten direkt ein Treffen, was sich später zu einem Workshop gewandelt hat. Sie haben uns versprochen, die Informationen und Resultate der Diskussion an die anderen Teilnehmer_innen weiterzuleiten und wahrscheinlich auch einen Slot in der Großdiskussion dafür einzuplanen.
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